Unsere Hunde

Bonzi

Er war mein erster eigener Chihuahua und kam im Alter von 10 Monaten 1988 zu mir.

Von Anfang an war er nur auf mich geprägt. Sein Herrchen, na ja, der wurde oft

gezwickt. Bonzi  hatte, bis er zu mir kam, keine Straße gesehen. So kam es, dass

er sich in der Wohnung am wohlsten fühlte, was nicht hieß, dass er nicht stuben-

rein war. Er hatte nur wenig Interesse am Straßengeschehen. Er hasste die lau-

ten Geräusche und die Autos, also verrichtete er schnell seine Geschäfte und

dann wieder schnell nach oben. Dort war er der absolute King, was er auch

seinem Herrchen und jedem Besucher in typischer Chihuahua-Manier klar-

machte. Wir hatten 11 wunderschöne Jahre zusammen, und ich konnte mir

nicht vorstellen, dass sich das jemals ändern würde. Als dann der Tag kam, an

dem ich mich von ihm verabschieden musste, war ich wie gelähmt vor Schmerz.

Der Schmerz des Verlustes hört irgendwie nie auf, aber er wird im Laufe der

Jahre erträglicher.

Chou-Chou

Da ich von meinem Jungen so begeistert war, und ich inzwischen auch andere

Freundschaften geschlossen hatte, die auch Chihuahuas hatten, war für mich

klar, dass er nicht alleine bleiben sollte. So holte ich 1989 eine kleine chocolate

Langhaar-Hündin im Alter von 4 Monaten zu mir. Der Bonzi war in den ersten

Tagen etwas zurückhaltend, aber schon nach kurzer Zeit waren die Beiden ein

Herz und eine Seele. Anders als bei ihm, war die Kleine von Beginn an sehr

auf ihr Herrchen fixiert, was hieß, dass sie nur bei ihm schlief und der Bonzi nur

bei mir. Chou-Chou hatte eine Menge Blödsinn in ihrem kleinen Köpfchen.

Wenn ich abends von der Arbeit kam, hatte sie unterdessen Taschentücher

oder Zeitungen zerrissen. Eines Tages als ich nach Hause kam waren die

Tapeten im Korridor ringsherum auf ein Meter abgerissen, was besonders

ihrem Herrchen missfiel. Besucher akzeptierte sie eigentlich gar nicht, was jeder

auch zu spüren bekam. Es gab nur wenige Leute, die sie überhaupt streicheln

durften. Sie war halt eine sehr eigenwillige kleine Persönlichkeit. Als dann nach

13 Jahren ihr kleines Leben zu Ende war, hinterließ auch das wieder eine große

Wunde, die nie zu heilen scheint.

Belinda

Auch sie hat natürlich ihre eigene kleine Geschichte. Als ich 1992 mal wieder zu einem

Chihuahua-Treff bei meinen Freunden in Westdeutschland eingeladen war, traf

ich dort einen Züchter, den ich auch schon flüchtig von den Ausstellungen her

kannte. Diesmal aber hatte er einen Wurf von sechs Welpen und natürlich auch

die Mutter dabei. Zu der Zeit waren die Kleinen 4 Wochen alt und ich verliebte

mich in eine der kleinen Hündinnen. Es war eine black and tan Hündin. Schon

seit längerer Zeit suchte ich eine zweite kleine Hündin für die Ausstellung. Nun

hatte ich sie gefunden. Es dauerte noch einige Wochen bis sie dann mit 10

Wochen soweit war, dass ich sie abholen konnte. Zu der Zeit wog sie gerade

mal 680 Gramm. Meine anderen zwei, besonders Chou-Chou akzeptierten die

Kleine sofort und kümmerten sich rührend um sie, was sie natürlich verstand

auszunutzen. Sie wurde wunderschön im Fell und hatte ein Endgewicht von

1800 Gramm. Auf Ausstellungen gewann sie alle Titel, und wir waren mächtig

stolz auf unsere kleine Prinzessin. Sie war ein freundlicher und sehr anhäng-

licher Chihuahua mit einer ziemlich besonderen Angewohnheit. Sie fraß nicht,

wie die anderen,  allein aus ihrem Näpfchen, das wäre zu einfach, nein, sie ließ

sich stets mit dem Teelöffel füttern, und das seitdem sie 8 Monate alt war.

Nach 12 Jahren mit ihr, die auch wieder unvergesslich waren, weil sie trotz

ihrer Kleinheit stets verstanden hat, ihren Kopf durchzusetzen, kam dann auch

wieder der Tag des Abschiednehmens, der mein Herz noch immer weinen lässt.

Romeo

Der Tod meines ersten Rüden lag einige Monate zurück, als ich mich 1998 entschied

wieder einen kleinen Jungen für meine zwei Mädchen, und natürlich auch

für mich, anzuschaffen. Ich wurde fündig in Mannheim und nahm Kontakt mit

der Züchterin auf, mit der ich noch heute befreundet bin. Sie sagte mir, dass sie

gerade einen Wurf hat, den ich mir auch ansah. Sie sagte, dass sie mal kurz

was erledigen muss, und ich soll mir ihre Hunde in Ruhe ansehen. Minuten später

bemerkte ich einen kleinen Kurzhaar-Rüden, der sich mir langsam näherte. Ich

streichelte ihn und nahm ihn auf den Arm. Er kuschelte sich an mich und legte

sich auf meinen Schoß zum Schlafen nieder. Mein Herz hatte entschieden, der

soll es werden. Als die Züchterin wenige Minuten später kam, fragte ich sie, ob

der kleine Kerl auch zu haben ist. Sie willigte ein, und so kam Romeo einige

Wochen später zu mir. Anders als mein erster Rüde schloss er auch sein Herr-

chen sofort ins Herz. Meine beiden Hündinnen brauchten etwas länger, bis sie

ihn voll akzeptierten und mit ihm rauften. Er hat sich zu einem prächtigen Kerl

entwickelt mit einer sehr eigenwilligen Persönlichkeit. Auf der Straße benimmt er

sich wie ein König mit großem Kampfgeist, was nicht immer einfach ist. Nach-

dem nun meine beiden Hündinnen im Land des Regenbogens weilen, ist mein

kleiner Schatz ein Einzelhund geworden. Für mich jedenfalls steht fest, dass das

nicht mehr allzu lange der Fall sein wird. Denn wer lebt schon gerne alleine?

Es dauerte nicht lange und meine kleine süße Roxanne zog bei uns ein. Mein

kleiner Romeo blühte wieder auf, und die zwei verbrachten viele gemeinsame

schöne Jahre. Später folgte noch Belinda2, und noch viel später  Piccolina.

Heute am 11.08.2016 ist nun wieder der furchtbare Tag, und ich muss mein

Schatz auf seinem letzten Weg begleiten. Er ist 18 Jahre alt geworden.

Dennoch zerreißt es mir wieder das Herz.

Roxanne

Am  19.12.2004 erfuhr ich von meiner Freundin Geli aus Bayern, daß ihre kleine

Sina  drei Welpen zur Welt gebracht hat, 2 Jungen und ein Mädchen. Ich freute

mich riesig und konnte es kaum erwarten, die Kleinen zu besuchen, was ich

dann auch Mitte Januar 2005 tat. Sie zeigte mir die Kleinen, und ich war von

dem Mädchen total begeistert. Natürlich stand sofort fest, sie soll die Ge-

fährtin von meinem Romeo werden. Ihre Grundfarbe ist weiß. Sie hat ein

chocolate Köpfchen mit tan Zeichnung, und auf der einen Seite ihres Körpers

hat sie auch braune Flecken, einfach süß. Ihre Mama Sina ist eine black and

tan Hündin und ihr Papa Mirabelle-Marcipane ist hellchocolate mit tan.

Seit dem 24.04.05 ist meine Kleine nun bei uns eingezogen. Romeo und die Süße

haben nur sehr kurze Zeit gebraucht, um sich aneinander zu gewöhnen. Mittler-

weile sind die Beiden ein Herz und eine Seele. Die Kleine hat ein sehr stures

Köpfchen, und weiß sich zu behaupten. Sie hat nur sehr kurze Zeit gebraucht,

um sauber zu werden. Die Beiden haben sehr viel Spaß, und auch mein kleiner

Romi ist jetzt wieder viel agiler geworden, was mich besonders freut. Wir

freuen uns auf eine schöne Zeit mit den Beiden.

Belinda, die Zweite

 Seit dem 22.07.05 hat unsere Chi-Familie Zuwachs bekommen. Ihr früheres Herrchen

ist schwer erkrankt, und da haben wir uns entschlossen, die kleine Belinda bei uns

aufzunehmen. Schon in den vergangenen Jahren hatten wir die Kleine des öfteren zur

Pflege bei uns wenn ihr Herrchen ins Krankenhaus musste. Sie fühlte sich bei uns sehr

wohl und wollte gar nicht mehr nach Hause zurück.

Seit dem 22.7. ist sie nun endgültig bei uns. Wir hatten sie gerade mal 2 Wochen als

die Hitze bei ihr einsetzte. Also bin ich mit ihr zu meiner Freundin Geli (Zwinger von

der Chihuahua-Ranch) nach Bayern gefahren. Dort hatte sie sich sehr schnell eingelebt

und auch neue Chi-Freundschaften geschlossen. Ich hatte auch meine kleine süße

Roxanne mitgenommen, damit sie dort nicht alleine unter all den fremdem Chis war.

Aber meine Sorge war völlig umsonst gewesen!!!

Nach einigen Tagen bin ich dann ohne meine Mädels schweren Herzens wieder

nach Berlin zurückgefahren. Fast täglich rief ich bei meiner Freundin an, Gott sei Dank,

alles lief problemlos, und meine Mädels fühlten sich wohl. Am 26.08. bin ich dann wieder

nach Bayern gefahren,  und am selben Abend musste Belinda noch operiert werden.

Ihre Zähne waren in einem sehr schlechten Zustand und sie hatte eine Kiefervereiterung

mit Lymphknotenschwellung.  Es mussten etliche Zähne entfernt werden, aber  die

OP verlief komplikationslos. Nach einigen Tagen kehrte auch der Appetit zurück und

ihr ging es wieder richtig gut. Sie musste noch zwei Wochen lang Antibiotika zu sich

nehmen bis zum Abklingen der Entzündung ihrer Lymphknoten.

Seit Anfang September bin ich nun mit Belinda wieder zu Hause. Alles läuft prima, und

sie hat auch schon wieder kräftig zugenommen. Nur mit ihrer kleinen Wunde am Beinchen -

- es wurde eine Warze entfernt - gibt es noch Probleme. Sie leckt ständig daran und zieht sich

ihr kleines Strümpfchen, was als Schutz dienen soll, immer wieder aus. Aber das werden

wir auch noch schaffen. Meine kleine Roxanne ist immer noch in Bayern, weil sie seit

Anfang September heiß ist. Am 22.9. fahre ich wieder zu Geli und hole auch  sie wieder ab.

Dann ist unser Chi-Trio wieder komplett, und wir freuen uns auf eine schöne Zeit

mit unseren drei Süßen!!!

Noch eine kurze Anmerkung: Belinda ist die Nichte von meiner kleinen Belinda.

Am 07.12.2013 schlief meine Kleine im Alter von 18 Jahren friedlich ein.

Piccolina

Am 19.10.2014 erfüllte sich für mich ein großer Traum. Die kleine Piccolina zog bei uns ein.

Sie ist die letzte Tochter von Bonita vom Pommernland. Der Papa ist mein Patenkind Amore mio

vom Pommernland. Ich hatte schon lange den Wunsch aus dieser Traumverpaarung eine kleine Hündin

zu besitzen. Ich bin sehr glücklich und freue mich riesig, daß Heiko und Philipp mir diesen Wunsch

erfüllt haben. Die kleine Maus ist jetzt 11 Monate alt (31.12.2014) und wiegt 1600 Gramm. Sie hat sich

mittlerweile gut eingelebt, versteht sich super mit Roxanne und Romeo

und ist ein kleiner Ausbund an Energie, einfach total süß. Wir sind gespannt,

was die Süße noch so alles für uns bereit hält.