Die Erziehung

Auch ein Chihuahua braucht Erziehung. Konsequenz ist dabei wohl die wichtigste Voraus-

setzung. Bei einem Welpen sollten nur kurze Befehle wie "aus" oder "pfui" angewandt

werden. Als Strafe genügt meist ein Verweis oder auch ein leichtes Schütteln am Nacken-

fell, wie es auch die Mutterhündin mit ihren Welpen macht. Bitte keine Schläge mit der

Hand oder Zeitung! Das würde den Kleinen nur in Panik versetzen und hat keinen

erzieherischen Effekt. Wenn der Welpe zu laut wird oder beim Spielen zu fest zu-

packt, hält man ihm für einige Sekunden mit der Hand den Fang zu begleitend mit

einigen tadelnden Worten. Strafe muss unbedingt immer sofort auf die "Untat" erfol-

gen, weil der Welpe es später nicht mehr verstehen würde, was überhaupt gemeint

ist. Welpen lernen am besten beim Spielen. Sozusagen begreift er kleine Befehle wie

"komm, sitz, und platz" so ganz nebenbei. Wenn er etwas richtig gemacht hat, vergessen

Sie nicht, ihn dafür zu loben. Dem Hund ist von Natur aus gegeben, dass er je nach

seiner Stellung in der Meute, befehlen darf oder sich unterordnen muss. Zeigen Sie von

Anfang an, dass Sie der Herr im Haus sind. Ein wichtiger Aspekt ist die "Stubenreinheit".

Gewöhnen Sie Ihrem Welpen an, seine Geschäfte draußen zu verrichten, oder aber auch

für den Notfall auf einer Katzentoilette. Letzteres klappt eher bei Hündinnen. Rüden sind

fast immer bestrebt, ihre Geschäfte draußen zu verrichten. Wichtig ist auch, dass der

Welpe an Halsband und Leine gewöhnt wird, was auch oft schon beim Züchter ge-

schieht. Machen Sie ihrem Hund auf jeden Fall klar, dass er nicht nach Fliegen schnappt.

Er würde sonst auch nach Bienen oder Wespen schnappen, was für ihn auch tödlich

ausgehen kann. Chihuahuas sind auch sehr bellfreudige Hunde. Machen Sie also schon

Ihrem Welpen klar, dass er nur kurz anschlagen soll und somit nicht zum Dauerbeller

wird. Wenn Sie nicht wünschen, dass Ihr Hund später im Bett schläft, so müssen Sie

das schon Ihrem Welpen verbieten! Gewöhnen Sie Ihrem Hund von Anfang an das

Betteln bei Tisch ab!

So oder ähnlich steht die Hundeerziehung in allen Büchern. Na ja,  ich muss ehrlich sagen,

dass ich längst nicht so konsequent bin oder auch nicht sein will. Das einzige was ich von

Anfang an konsequent gemacht habe, ist, dass ich meinen Lieblingen verboten habe, nach

Insekten zu schnappen, weil das zu gefährlich ist.  Ansonsten läuft das eher nach dem

Motto "ich bin der Herr im Haus, was mein Hund sagt, wird gemacht". OK nicht immer,

aber immer öfter. Er setzt fast immer seinen Kopf durch, und das darf er auch. Er ist

halt eine kleine Persönlichkeit, und die soll er auch ausleben. Das durften bisher alle meine

Lieblinge, und ich habe dabei auch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Aber das sollte

jeder Hundehalter für sich selbst entscheiden. Bei größeren Rassen kann man natürlich nicht

auf eine strengere Erziehung verzichten, aber bei einem so kleinen Kerl, wie der Chi, wer

kann da schon nein sagen?