Unsere Erfahrungen mit Erkrankungen

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Blasensteine beim Chihuahua

Heute möchte ich mal was zum Thema Blasensteine beim Chihuahua schreiben. Leider musste ich diese Erfahrung 2 x machen bei meiner kleinen Chi-Hündin Belinda, von der ich mich im August 2004 im Alter von 12 1/4 Jahren verabschieden musste. Eine zeitlang wurde ja die Hundenahrung von ARAS sehr hoch gepriesen. Also fing auch ich an, meine Hunde mit ARAS zu füttern. Es wurde auch von meinen drei Chis sehr gut angenommen. Etwa 1 Jahr später fing meine Kleine an, unkontrolliert Urin zu verlieren, was mich natürlich wunderte, weil sie ja sauber war. Wieder ein paar Tage später bemerkte ich nach dem Urinabsatz einen kleinen weißen Stein. Ich ging sofort zum TA und es wurden Blasensteine diagnostiziert. Sie wurde am Tag darauf operiert. Die ganze Blase war gefüllt mit diesen Steinen. Die Steine wurden ins Labor geschickt und es stellte sich heraus, dass es Struvitsteine waren. 2 Wochen später war sie wieder fit und natürlich lehnte sie die Diät, die sie halten sollte, strikt ab. Wir fütterten also weiter mit ARAS. 6 Monate später hatte sie wieder diese Steine und die zweite Operation wurde gemacht. Jetzt gingen wir der Sache auf den Grund, und es stellte sich heraus, dass ARAS von der Zusammensetzung her viel zu hoch dosiert ist, was einige Hunde nicht vertragen. Es gibt eine Formel, wie man die einzelnen Werte ausrechnen kann. Die Tabelle füge ich hier an!
Also gingen wir auf die Suche nach einem Futter, was nicht so hoch dosiert war, was sich als schwierig herausstellte, weil meine Kleine ja auch sehr mäklig war. Nach einiger Zeit fanden wir dann eine Sorte, die sie auch fraß. Zusätzlich bekam sie täglich URO-PET- Paste zur Ansäuerung des Urins, denn Struvitsteine können sich nur im so genannten süßen Milieu bilden, nicht aber im Sauren. Auch das überwachten wir mit den Teststreifen. Und siehe da, seit diesem Zeitpunkt bekam meine Kleine nie wieder Steine.

Bei meiner Kleinen stellte sich heraus, dass sie die hochwertige Nahrung von ARAS nicht verstoffwechseln konnte.

Meine anderen Chis werden weiter mit ARAS, aber jetzt mit der neuen Sorte "Hyperallergenic"  gefüttert. Sie vertragen es sehr gut und sind gesund!

 

Rohprotein, Rohfett usw. richtig berechnen!

Leider reicht es nicht aus nur die Werte (Rohfett, Rohfaser usw. von der Tüte oder Dose abzulesen und dann festzustellen, dass das eine Produkt mehr Rohfett und weniger Rohfaser usw. hat.
Mir wurde das vor einigen Jahren von meinem TA erklärt, als ich auf der Suche war nach einem rohproteinreduzierten Futter für meine Kleine. ein ganz wichtiger Faktor ist dabei das Verhältnis zu der Feuchtigkeit, die enthalten ist. Es gibt eine Formel nach der man das Alles genau berechnen kann, und zwar:

100 - Wasser = Trockensubstanz danach
100 : Trockensubstanz = Faktor danach
Faktor x Dosenangaben

So könnt Ihr alle Dosen- oder Trockenfutterangaben genau berechnen und habt dann erst die richtigen Werte!


Magen-Darm-Virus (Leberentzündung)

Im Sommer 2002 schnüffelten sich meine drei Chihuahuas beim üblichen gassigehen einen Magen-Darm-Virus auf. Zwei meiner Kleinen hatten das
mit den üblichen Diätmaßnahmen und unterstützender Magentherapie nach einigen Tagen erfolgreich überstanden, im Gegensatz zu meiner kleinen Belinda. Sie hatte ja aufgrund ihrer Herzkrankheit eher ein schwächeres Immunsystem. Ca. 1 Woche nachdem die üblichen Symptome wie Erbrechen und Durchfall aufgehört hatten, bemerkten wir, dass sich die Bindehaut ihrer Augen, die Innenseite der Ohren und der Oberschenkel sowie der ganze Bauch gelblich verfärbten. Auch der Kot nahm eine andere Farbe an und der Harn war quittegelb. Der Kot war weißlich, grau bis grün und hatte einen merkwürdigen Geruch. Unser Tierarzt untersuchte sie gründlich und veranlasste sofort eine große Blutuntersuchung. Das Ergebnis war ein Schock für mich. Ihre Leberwerte waren alarmierend schlecht, und auch die Bauchspeicheldrüse war nicht in Ordnung. Der TA schaute sehr besorgt, machte mir aber dennoch Hoffnung und sagte, dass die Leber das Organ ist, was sich am besten regenerieren kann.
Sie bekam die folgende Therapie verordnet:
Ringer Laktat Lösung und Amynin als Tropfinfusion (3 x wöchentlich)
Catosal Vitamin-B-Komplex als Spritze (3 x wöchentlich)
zusätzlich bekam sie noch:
ein homöopathisches Medikament "Flor de Piedra D 3"
Pancrex Vet (Bauchspeicheldrüsenenzym) und L-Carnitin Saft, jeweils 2 x täglich
Dem Trinkwasser fügten wir immer eine Messerspitze Traubenzucker hinzu, weil sie in dieser Zeit extrem schlecht fraß und massiv abnahm.
Nach den ersten 4 Wochen der Behandlung machten wir wieder eine Blutuntersuchung. Die Werte hatten sich überhaupt nicht verbessert, und wir waren sehr niedergeschlagen, fuhren aber mit der Therapie fort.
Die nächste Kontrolle erfolgte weitere 4 Wochen später. Diesmal bekamen wir die Nachricht, dass sich ihre Werte leicht verbessert hatten.
Auch der Appetit meiner Kleinen verbesserte sich langsam. Weitere 6 Wochen später haben sich die Werte soweit verbessert, dass sie nur noch 2 x wöchentlich ihre Infusionen brauchte. Ihre anderen Medikamente bekam sie weiter wie oben beschrieben. Weitere 6 Wochen später waren ihre Leber- und Bauchspeicheldrüsenwerte wieder ganz normal und auch der Kot und Harn normalisierten sich langsam. Ihr Appetit kehrte auch zurück, und die gelbliche Augen- und Hautverfärbung ließ nach. Wir hatten es geschafft und waren überglücklich. Die Medikamente wurden langsam abgesetzt, und unsere Süße nahm auch wieder zu.
Alles in allem dauerte das fast 6 Monate bis sie sich wieder vollständig erholt hatte.
Damit möchte ich Allen Mut machen, dass sie nicht aufgeben sollen! Das alles fing mit einem ganz normalen Magen-Darm-Virus an!

Das Ohrrandekzem

Das Ohrrandekzem stellt sich meistens als chronische Erkrankung der Ohrränder dar. Meistens sind davon Hunderassen mit Schlappohren betroffen. Es handelt sich dabei um kleine Wunden an den Ohrrändern die sich verschorfen. Das Ohr sieht irgendwie leicht "ausgefranst" aus. Durch mechanische Reize wie z.B. schütteln, reiben oder scheuern des Kopfes platzen die kleinen Wunden immer wieder auf und können leicht bluten. So können Bakterien und Pilze eindringen und zu Entzündungen führen.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig, hier ist eine davon:
Die betroffenen Stellen werden mit verdünnter Calendula-Tinktur (Verdünnung 1:5) gereinigt und danach dünn mit Hamamelis-Salbe eingerieben.

Es ist besonders darauf zu achten, dass der Hund sich nicht kratzt oder scheuert.

Ich schreibe das hier, weil mein Romeo auch zeitweise an einem Ohrrandekzem leidet, allerdings in abgeschwächter Form. Also können auch Hunde mit Stehohren davon betroffen sein.
Vor einigen Monaten bemerkte ich an einem seiner Ohrränder so eine kleine Kruste. Habe mir nicht viel dabei gedacht, weil so etwas kann schon mal vorkommen. Aber irgendwie wurde es mehr und ich wunderte mich, dass es nicht richtig heilen wollte. Also bin ich mit ihm zum TA gegangen und zeigte es ihm. Er diagnostizierte dann dieses Ohrrandekzem und schickte auch eine kleine Probe ins Labor um herauszufinden, ob er Pilz- oder Milbenbefall hat. Befund war negativ. Ich bekam eine Salbe mit, die aber nicht half. Es wurde sogar noch etwas schlimmer. Also wieder hin zum TA. Diesmal bekam ich Ohrentropfen mit, die sowohl innerlich als auch äußerlich am Ohr anzuwenden sind. Bei einem Ohrrandekzem werden sie nur äußerlich angewandt. Schon nach zwei Tagen war eine deutliche Besserung zu sehen und nach einer Woche fühlten sich seine Ohrränder wieder weich an. Ab und an tritt es wieder leicht auf, und dann schmieren wir seine Ohrränder gleich wieder ein.

Hier ist der Name der Tropfen: Aurizon
2 bis 3 mal täglich die Ohrränder vorsichtig einschmieren aber nicht entgegen des Fellwuchses sondern mit dem Strich!


Mittlerweile war ich mit meinem Kleinen wieder einmal bei meinem zweiten TA. Er sah sich seine Ohrränder genau an, und ich erzählte ihm von den Tropfen. Nachdem ich die nun einige Zeit angewendet hatte, wirkten sie irgendwie nicht mehr richtig.
Mein TA gab mir nun eine Lotion mit dem Namen (ImmuStim Lotion). Diese enthält Emu-Öl und Beta-Glucan. Sie ist speziell für die Pflege irritierter Hautbereiche und fördert die Regeneration. Zusätzlich haben wir noch ein Gel mit dem Namen Viatop erhalten, was gegen Juckreiz und Kratzen wirkt.
Ich kann Euch sagen, dass es super gewirkt hat. Romis Öhrchen sind jetzt wieder schön weich geworden und die Krusten an den Rändern sind total abgeheilt.
Mein TA meinte, dass es ganz wichtig ist, wenn kein Pilzbefall oder ähnliches vorliegt, dass man die Ohrränder weich hält.
Es hat geholfen und wir sind zufrieden!

Epilepsie

Heute möchte ich mal was über das Thema Epilepsie beim Chihuahua schreiben. Leider hat mein Rüde Romeo auch eine Neigung dazu. Als er ca. 2 Jahre alt war, hatte er alle paar Monate (Abstände variierten stark) so leichte Anzeichen von Schwäche und Desorientierung. Diese Zustände dauerten maximal so 1-2 Minuten. Danach verhielt er sich wieder völlig normal. Mein Tierarzt und ich deuteten diese Zustände eher als leichte Unterzuckerung. Jetzt weiß ich, dass es sich hierbei um Vorstufen von Epilepsie handelte. So vergingen einige Jahre, ohne dass sich etwas verschlimmerte. Im August 2004 war mein Kleiner wieder mit seiner Impfung dran. Einige Stunden später hatte er wieder dieses merkwürdige Verhalten, nur diesmal stärker aber noch immer ohne Krämpfe. Diesmal tippten wir auf eine Impfreaktion. Eine halbe Stunde später war er wieder topfit. Genau vier Wochen später hatte er dann seinen ersten richtigen typischen Epilepsie-Anfall mit Krämpfen. Der dauerte etwa 1 Minute. Ich rief sofort meinen Tierarzt an und ging am darauf folgenden Tag mit ihm zur gründlichen Untersuchung und Blutabnahme, um auszuschließen, dass der Anfall nicht organisch bedingt war. Die Untersuchung und Blutentnahme ergab auch keinen organischen Befund. Ich sprach mit seiner Züchterin, die mir den Tipp gab, dass ich es, bevor er die üblichen Medikamente bekommen sollte, erst einmal mit Homöopathie versuchen soll, womit ich auch einverstanden war. So besorgte ich mir die zwei Medikamente, die
ich ihm jeweils 2 x am Tag gab. Sie heißen "Zincum metallicum D 6-Tabletten" und Apisinum D 6-Tabletten" von der DHU. Ich verstreiche etwas Leberwurst auf einen Teller, pulverisiere die Tablette und streue sie darüber. Das wird von meinem Kleinen gerne aufgenommen. Diese Dosierung behielt ich über sechs Wochen so bei. Mittlerweile bekommt er nur noch jeweils eine Tablette. Ihm helfen diese Medikamente sehr gut. Ich denke, dass es auf jeden Fall einen Versuch wert ist, bevor man sich für die handelsüblichen Medikamente entschließt.
Dass er nun einmal Papa wird, ist nicht mehr möglich, weil Epilepsie eine Erbkrankheit ist und auf die direkten sowie auch indirekten Generationen weitergegeben wird. Diese Hunde sind also auf jeden Fall von einer Zucht auszuschließen.
Ich hoffe, dass ich hiermit allen Interessenten eine kleine Information über diese Krankheit geben konnte.

Romeo ist mittlerweile 11 Jahre alt. Er bekommt noch immer seine zwei Medikamente einmal täglich im Wechsel. Er hat dann und wann mal wieder einen leichteren Anfall. Die Abstände variieren von ca. 4 Wochen bis sogar 4 bis 5 Monate. Seine Epilepsie hat sich bis heute nicht verschlimmert, was uns sehr glücklich macht.

Vorsichtshalber habe ich aber immer ein Notfallmedikament (Diazepan) zu Hause, falls es mal wirklich sehr schlimm sein sollte, und er nicht aus dem Krampf kommt. Bisher habe ich es aber noch nie gebraucht!!!

Hier sind noch recht interessante Links zu diesem Thema:

http://www.epilepsie-beim-hund.de/epilepsie.phtml

http://www.epilepsie-beim-hund.de/epilepsieformen_beim_hund.phtml

Unsere Erfahrung mit Patella-Luxation

Als wir uns im April 2005 unsere kleine Roxanne ins Haus holten, ahnten wir noch nicht, dass das Thema Patella-Luxation bald für

uns auch ein Thema wird, obwohl wir wussten, was sie für ein kleiner Wirbelwind ist.  Nach einigen Tagen der Eingewöhnung

tobte sie mit meinem Rüden durch die Wohnung, was Ihr auch auf unseren Videos sehen könnt. Das ging auch über Monate gut bis

zu jenem Tag, wo sie in der Küche auf dem glatten Boden einen Spagat machte und mächtig aufschrie. Wir gingen sofort mit ihr

zum TA. Sie wurde geröntgt und untersucht, mit dem Ergebnis, dass sie sich ihre Patella-Bänder total überdehnt hatte und die Knie-

scheiben ständig heraussprangen.  Ansonsten war auf dem Röntgenbild nichts Auffälliges zu sehen gewesen. Als erste Maßnahme bekam Roxanne eine schmerzstillende Spritze und Schmerztabletten für ca. 1 Woche bekamen wir auch mit.  Roxanne war zu dieser

Zeit ca. 8 Monate alt. In der Hoffnung, die Bänder wieder fest zu bekommen, bekam sie homöopathische Medikamente verordnet, die

sie  längere Zeit nehmen musste. Die Bänder festigten sich auch nach einigen Monaten wieder aber die Überdehnung blieb.

Eine OP kann erst gemacht werden, wenn der Hund ausgewachsen ist. Im Februar 2007 war es dann soweit, und unsere Kleine bekam

ihre PL-OP  am ersten Beinchen. Alles lief gut ab. Auch die Nachuntersuchung im Oktober ergab einen positiven Befund. Unsere

 Roxanne ist noch immer ein Wirbelwind, und wir müssen sie sehr oft in ihrer Aktivität bremsen.

Homöopathische Medikamente zur Festigung der Patella-Bänder:

 Rhus toxicodendron D12 Globuli (DHU)

Chamomilla D6 Globuli (DHU)

 Vermiculite D6

OP-Bericht von Roxanne:

Vor der OP durfte sie ca. 12 Stunden nichts fressen und so 3 Stunden vorher auch nichts mehr trinken. Nachdem sie dann ihre Narkose erhalten hatte, lag dann ihr Schicksal in den Händen des TAs. Er ist ein Spezialist für chirurgische OPs und besitzt sehr viel Erfahrung mit solchen OPs, was für den Ausgang sehr, sehr wichtig ist. Ca. 3 Stunden später als wir in die Praxis kamen war meine kleine Maus schon wach und lag in einer Wärmebox. Das operierte Beinchen war nicht verbunden, damit es nicht versteift. Wir bekamen für Roxanne Antibiotika mit und Schmerztabletten für die erste Woche. Zuhause angekommen legten wir sie vorsichtig in einen großen Hundekäfig, wo sie erst einmal noch ein wenig schlief. Nach 3 Stunden haben wir sie dann zum Pippi-Machen ganz vorsichtig auf ihre Unterlage gestellt und sie dabei gestützt, denn sie musste erst lernen, auf drei Beinchen zu stehen, was aber am zweiten Tag schon recht gut ging. Damit sie nicht an ihre Wunde geht, hat sie einen Kragen bekommen, den sie nach einiger Zeit auch akzeptierte. Am OP-Tag durfte sie noch nichts fressen, erst einen Tag später. Sie durfte nur etwas Wasser trinken und etwas Jubin nehmen für ihren Kreislauf. Am dritten Tag nach ihrer OP hat sie schon das Beinchen wieder ganz vorsichtig aufgesetzt, einige Tage später auch schon etwas belastet. Die Fäden kamen dann am 12.Tag raus. Da ist sie dann schon längst wieder vorsichtig auf ihren vier Beinchen gelaufen, natürlich auch draußen, aber nur ganz kleine Wege, das ist wichtig. Der Arzt staunte nicht schlecht, wie gut das schon ging. Meine Roxanne ist hart im nehmen und ich bin super stolz auf mein Mädchen. In den folgenden Wochen war ich auf anraten meines Arztes ständig damit beschäftigt, meinen kleinen Wirbelwind zu bremsen, denn sie wollte schon 3 Wochen nach der OP wieder durch die Gegend tollen. Auch das springen ist tabu aber auch da war meine Kleine oft schneller als ich.

Alles in allem dauert es fast 6 Monate, bis sich alles wieder stabilisiert und komplett gefestigt hat und ausgeheilt ist. In dieser Zeit mussten wir Roxanne in 2monatigen Abständen zur Kontrolle vorstellen.

Wir schauen nun der zweiten OP entgegen, die auch noch in den nächsten Monaten in 2008 sofort nach ihrer nächsten Läufigkeit ansteht.

 
Mittlerweile liegt auch die zweite PL-OP schon lange hinter uns. Auch diese ist ohne Komplikationen verlaufen. Meinen kleinen Feger muss ich noch immer bremsen! Sie läuft so als ob nie etwas mit ihren Beinchen gewesen wäre, was uns sehr glücklich macht.

Scheinschwangerschaft und Knötchen in den Milchleisten

Diesmal geht es um meine Hündin Belinda2, die wir im Alter von fast 10 Jahren übernommen haben. Nachdem wir sie fast 1 Jahr

bei  uns hatten, stellten wir fest, dass sie alle 4 Monate läufig wurde und nach jeder Hitze ca. 2 Monate scheinschwanger war. In

der Zeit der Scheinschwangerschaft magerte sie sehr ab, weil sie fast das Fressen einstellte. Außerdem wurde festgestellt, dass sie

zwei kleine Knötchen in den Milchleisten hatte. Die Hündin hatte so gut wie keine Regenerationsphase mehr, und so haben

wir uns entschlossen, sie, trotz ihres Alters von fast 12 Jahren, im September 07 kastrieren zu lassen. Bei der Kastration wurde

gleich ein Teil der Milchleiste mit entfernt, wo sich ein Knötchen befand. Unsere Kleine hat die OP trotz ihres Alters sehr gut

überstanden und ist nun putzmunter. Wir hoffen, dass sich das zweite Knötchen in der verbliebenen Milchleiste nicht verändert

und ihr eine zweite OP erspart bleibt.

Ähnliche Erfahrungen haben wir auch mit unserer Belinda1 machen müssen. Wenn Hündinnen ständig scheinschwanger sind,

und außerdem Knötchen in den Milchleisten haben, sollte man auf jeden Fall, auch trotz fortgeschrittenen Alters, eine Kastration

in Erwägung ziehen.

  

Die Analdrüsenentzündung 

 Die Analdrüsen liegen rechts und links des Afters. Die Duftdrüsen sondern ein bräunliches, schmieriges Sekret ab. Für die menschliche Nase ist der Geruch dieses Sekrets äußerst unangenehm. Unter den Hunden dient es als Erkennungsmarke, quasi der Personal-Ausweis.
Die Analbeutel sind von Muskelfasern umhüllt, die den Drüseninhalt entleeren können. Bei jedem Kotabsatz wird automatisch etwas Sekret abgesondert. Es haftet am Kot an. Spontane Entleerungen passieren, wenn das Tier erschrickt oder große Angst hat.
Die Analdrüsenentzündung kann durch eine Überproduktion von Sekret oder durch ein Entleerungsstörung entstehen. Ist das Sekret zu fest oder der Kot des Hundes zu weich, so funktioniert der natürliche Entleerungsmechanismus nicht mehr. Das Sekret staut sich in den Beuteln, durch eindringende Darmbakterien kommt es dann zu einer Entzündung.
Das Tier rutscht dann evtl. mit seinem Po auf dem Boden entlang, das
sog. "Schlittenfahren" und leckt sich auch vermehrt. Andere Tiere beißen sich bisweilen im Flankenbereich oder am Schwanzansatz richtig wund, weil sie den After nicht erreichen können.
Zur Behandlung der entzündeten Analdrüsen wird das Sekret "manuell" ausgedrückt und in die Analbeutel wird ein antibiotisches entzündungs-
hemmendes und schmerzstillendes Medikament verabreicht. Diese Prozedur muss im Abstand von einigen Tagen öfters wiederholt werden.
Die Analdrüsenentzündung kann zu einem chronischen oder immer wieder
auftretendem Problem werden. Wir raten in diesen Fällen dann zur chirurgischen Entfernung der Drüsen, um auf Dauer vollständige Heilung zu erzielen.

Quelle: Internet

Anmerkung: Mein Romeo hat bisher zweimal damit zu tun gehabt. Er hatte eine richtig schlimme Entzündung und musste auch, wie oben beschrieben wurde, behandelt werden. Bei zwei meiner Hündinnen habe ich die Analdrüsen in regelmäßigen Abständen ausgedrückt. Meine jetzigen Hündinnen haben damit überhaupt kein Problem. Wenn ich die Drüsen kontrolliere sind sie leer.